Aktionen 2007


 
     Klausurtagung auf der Fraueninsel

       der

    

 06/07.01.2007

 

JU Bernau bei Klausurtagung auf der Fraueninsel

Dem Ruf des JU Kreisverbandes zur Klausur ins Kloster auf der Fraueninsel ist zu Beginn des neuen Jahres auch wieder die JU Bernau-Hittenkirchen gefolgt.

Irene Daiber und Gregor Thalhammer setzten über auf die Fraueninsel um sich gemeinsam mit den Mitgliedern des Kreisvorstandes von Rosenheim Land,  Traunstein und Gästen aus Eichstätt mit dem Thema der “Zukunftsfähigkeit unserer Region“ zu beschäftigen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Themen “Standort Rosenheim“, die “Schulpolitik“ und das Thema “Innere Sicherheit“.

Standort Rosenheim

Den Auftakt machte Diethard Schinzel, Stadtdirektor der Stadt Rosenheim. Er verantwortet in Rosenheim die Bereiche Grundsatzfragen, Standortentwicklung, Wirtschaftsförderung und Informationsverarbeitung. Er beschrieb sehr anschaulich die Anforderungen und Aufgaben der Stadtverwaltung Rosenheim in der heutigen Zeit. Als Stadt müsse man einen eigenen einzigartigen Charakter herausbilden um im Wettbewerb mit anderen Städten und Regionen zu bestehen.

Rosenheim verfüge im Bereich Holz, Automobilzulieferindustrie und in der Kommunikationstechnologie über Top-Unternehmen. Vor allem sei die Technologieführerschaft und der Fachholschulstandort Rosenheim in aller Welt bekannt und geschätzt. Hier dürfe man sich allerdings nicht auf dem bisher Erreichten ausruhen sondern müsse die gute Infrastruktur weiter ausbauen

Eine Erweiterung der Hochschule um weitere Fachbereiche und eine Zusammenarbeit mit der TU München ist geplant und zeigt den Weg in die Zukunft. Die FH soll nicht nur Nachwuchskräfte für die regionale Wirtschaft bereitstellen sondern müsse auch in Zukunft verstärkt in die Problemlösung in Stadt und Land Rosenheim miteinbezogen werden.

Die wichtige Vernetzung und die Bildung und Pflege von Gesprächs- und Austauschforen für die örtliche Wirtschaft haben sich in den letzten Jahren als sehr effektiv erwiesen. Man wolle auch in Zukunft großen Wert darauf legen dass die Unternehmensführer sich kennen und austauschen können.  

Ein großes Anliegen Schinzel ist die Gründung eines neuen Dachverbandes für die touristische Vermarktung der Region. Man müsse mit einem gemeinsamen Auftritt die Region Chiemsee/Rosenheim/Wendelstein in Deutschland und der Welt vertreten und bewerben.  

Zum Abschluss wagte der im April aus seinem Amt scheidende Schinzel noch einen Ausblick auf die Visionen der Stadt im Bereich der teilweise brachliegenden Bahnflächen. Die Stadt möchte hier Flächen erwerben und das Gelände mit einem Gesamtkonzept (Messehalle, Parken, Veranstaltungen, etc.) entwickeln.

 

Schulpolitik

Als zweiten, hochkarätigen Referenten konnte Kreisvorsitzender Florian Ludwig das Mitglied des bayr. Landtags, den Staatsminister für Schule und Kultus, Siegfried Schneider begrüßen.

Alle Talente der Kinder sollen individuell gefördert werden können. Mit dieser Forderung begann der Minister seine Ausführungen. Der Ausbau gebundenen (verpflichtend) und der ungebundenen (frei wählbar) Ganztagsschule komme laut Schneider gut voran. Die Anträge der Schule werden zügig bearbeitet. Bayern ist aufgrund der jahrelangen, soliden Haushaltspolitik und der derzeit positiven konjunkturellen Entwicklung in der Lage 300 Mio. Euro mehr für das Bildungssystem bereitzustellen.

Nach der Konzentration auf R6 und G8 soll in den nächsten Jahren verstärkt über die Ausrichtung der Hauptschule gesprochen werden und Maßnahmen schnell umgesetzt werden.

 

Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft soll in der Hauptschule verstärkt werden. Die Quote der Schüler mit Abschluss soll damit deutlich verbessert werden. Genauso soll helfen, dass z.B. ein Abschluss im Fach Englisch nicht für jede spätere Ausbildung zwingend erforderlich sei.

Das bayerische Schulsystem sei in Kürze so ausgerichtet, dass nach jeder Art von Schulabschluss in verschiedenen Modellen jeder Absolvent die Möglichkeit hat die Allgemeine Hoch- oder Fachhochschulreife sowie die fachgebundene Fachhochschulreife zu erwerben. Ein späteres Durchstarten ist somit auch von der Hauptschule aus immer möglich.

Nach Schneider ist die Bündelung der bisherigen Teilhauptschulen in größere Hauptschulen unvermeidbar. Aus seiner Sicht ist wichtig, dass im Wohnort möglichst ein Kindergarten und ein Grundschulangebot bestehe. Darauf legen auch die Eltern großen Wert. Deshalb sollen die Grundschule in Ihrer bisherigen Struktur erhalten werden, auch wenn dies teilweise nur im klassen-kombinierten Modell möglich ist

Immer mehr Eltern können oder wollen nicht mehr für eine fundierte Erziehung Ihrer Kinder sorgen. Die Schule kommt hier nicht vorbei sich auf diese Entwicklung verstärkt einzustellen. Sowohl in der Schule als auch im Kindergarten soll der Kontakt und die Zusammenarbeit mit den Eltern verbessert werden und über Fortbildungskurse die Eltern in der Erziehung der Kinder unterstützt werden.

Diskutiert wurde dann u. a. über die Themen Beamtenbeurteilung (kommt), bessere Entlohnung der Hauptschullehrer (kommt), Büchergeld (wird überprüft) und Stärkung der Hauptschule (geplant) im praktischen und berufsvorbereitenden Bereich.

Natürlich wurde auch die aktuelle Personalsituation in der CSU diskutiert. Eine mögliche Bespitzelung wurde verurteilt, ein klärendes Gespräch der beiden Kontrahenten als sinnvoll erachtet. Aber damit müsse auch das Ende in der unsäglichen Führungsdiskussion erreicht werden. Die Leistungen Stoibers seien hervorragend, wobei die JU schon seit einiger Zeit auf eine deutliche Verjüngung in der Staatsregierung drängt und das auch weiterhin gegenüber dem Ministerpräsidenten vertreten will.

 

Innere Sicherheit

Abgeschlossen wurden die Klausurtagung mit einem Vortrag zum Thema “Innere Sicherheit - Oberbayerns unterschätzter Standortfaktor“. Franz Metzger, Leiter der Polizeidirektion Rosenheim führte in seiner Rede aus, dass die hohe Aufklärungsquote und die erfolgreiche Polizeiarbeit einen weiteren Grund für Unternehmen darstellen sich in der Region Rosenheim anzusiedeln.

 

      Junge Union Bernau-Hittenkirchen
Ortsvorsitzender Benedikt Thalhammer

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