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Presseinformation vom 21.01.2014
OVB

Politik als "Schlüssel zum Glück"

Die Kommunalpolitik und ihre Aufgaben und Bedeutung für die Menschen waren die Schwerpunkte in der Festrede von Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer beim Bernauer CSU-Neujahrsempfang in den Geschäftsräumen von "Yachten Meltl". "Kommunen stehen für eine lebenswerte und liebenswerte Zukunft", sagte die 61-jährige Kreis- und stellvertretende Bezirksvorsitzende.

Bernau - Nicht ohne Stolz blickte der CSU-Ortsvorsitzende Christian Hügel eingangs auf die lange Tradition der Bernauer Neujahrsempfänge zurück. Wieder konnte er viel politische Prominenz begrüßen, darunter die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, den Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner und den Landratskandidaten Wolfgang Berthaler. Den vielen Vorständen und Leitern von Vereinen, Organisationen, Einrichtungen und Unternehmen galt Hügels Dank für ihren ehrenamtlichen und beruflichen Einsatz für die Gemeinde und die Bürgerschaft.

Hügel würdigte die Leistung des scheidenden Bürgermeisters Klaus Daiber: "Er hat die Gemeinde Bernau voran gebracht, ihr gut getan und unser aktuelles Wahlmotto ,Miteinand' für Bernau' vorgelebt."

Dank des anstehenden Generationswechsels habe man jetzt die Chance, vieles neu zu beleuchten und anzupacken. Unter "Miteinand' für Bernau" verstehe er ein vorrangiges Engagement für Familien, "denn wenn es ihnen gut geht, geht es der Gemeinde gut".

Weitere Schwerpunkte seien Zuhören, eine neue Kultur der Kommunikation im Gemeinderat, mehr Frauen im Gremium und eine Zusammenführung von allem, was zusammengehört. Als Beispiel nannte er Bernau und Hittenkirchen sowie Historisches und Modernes.

Bürgermeister Daiber ging in seinem Rückblick noch einmal auf die über 200 Schadensfälle in der Gemeinde durch das Hochwasser im Juni vergangenen Jahres und den enormen Gemeinschaftssinn der Bürger bei allen Hilfsmaßnahmen ein. Daneben habe der Rathausneubau im Fokus gestanden, dessen bisherige Kosten mit rund drei Millionen Euro "im geplanten finanziellen Rahmen" lägen.

Für das angelaufene Jahr seien laut Daiber die Fertigstellung des Rathausbaus Ende April, eine zweite Kinderkrippe in kirchlicher Trägerschaft zum 1. September, Kanal- und Straßenarbeiten, ein neues Sanitärgebäude am See sowie eine Parkplatzerweiterung am Sportplatz geplant.

Gabriele Bauer, von Hügel als "Kommunalpolitikerin mit Herz und Verstand" und von Daiber als "Vorbild im Landkreis" bezeichnet, wertschätzte zunächst die Leistung Bernaus in den vergangenen 20 Jahren.

In ihrer anschließenden Handlungsanleitung für Kommunalpolitik sprach sie dem christlichen Menschenbild eine entscheidende Bedeutung zu. Dessen Eckpfeiler "Personalität, Individualität, Solidarität und Subsidarität" bestimmten unser Denken. Neben der Freiheit und Menschenwürde in Sachen Personalität gehe es bei der Individualität um jeden einzelnen Menschen. Seine Unverwechselbarkeit, beispielsweise durch Bildung, müsse das Ziel sein.

Solidarität sollte für die Menschen nach Bauers Worten selbstverständlich sein. Allerdings verlange dies auch ein genaues Hinsehen, um die Nöte der Mitmenschen zu erkennen. In punkto Subsidarität verlangte sie nach einem neuen Ordnungsprinzip: "Die Kommune sollte politisch nicht die unterste Ebene, sondern die allererste sein." Deshalb müsse auch eine Stärkung der Kommunen und eine gerechtere Finanzausstattung her. In diesem Zusammenhang forderte Bauer auch eine größere Anerkennung des Ehrenamtes: "Wer sich in seiner Freizeit für andere einsetzt, sollte anerkannt und gefördert werden."

Hinsichtlich einer modernen Werteordnung leugnete die Rednerin zwar nicht die technischen, wirtschaftlichen und politischen Leistungen als "Urgrund unseres Fortschritts". Doch zunehmend stünden vor allem die Kommunen vor einer neuen Balance zwischen der eigenen Versorgung und einer zufrieden machenden Sicherheit.

"Nur was jenseits von Angebot und Nachfrage ist, gibt Geborgenheit und Sicherheit", so die Oberbürgermeisterin. "Unser Wohlbefinden resultiert nachgewiesenermaßen vor allem aus dem Umfeld von Familie, Freunden, Nachbarn und einem sozialen Netzwerk."

Vehement trat Bauer dem Preußen-Wort zu Beginn des 19. Jahrhunderts "Ruhe ist die erste Bürgerpflicht" entgegen. "Wir wollen keine staatlich verordnete Gelassenheit, sondern Bürger, die sich einmischen und mitentscheiden wollen."

Auch bekannte sie sich zu klaren und schnellen Entscheidungen in der Kommunalpolitik. Aufschub und lange Hängepartien seien bei den Sorgen von Bürgern unangebracht.

Abschließend wies Ortsvorstand und Bürgermeisterkandidat Hügel auf die nächsten CSU-Veranstaltungen hin. Am 25. Januar ist ein politischer Ortsspaziergang in Hittenkirchen, am 18. Februar die zentrale Wahlveranstaltung mit Vorstellung des Wahlprogramms und der Kandidaten, am 14. März die Schlusskundgebung und zum traditionellen Aschermittwoch am 5. März komme Landratskandidat Berthaler. vd  

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